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BEDEUTUNG ERKLÄRT SICH AUS DER IDENTITÄT VON BEOBACHTER UND BEOBACHTUNG: SYSTEMSEMIOTIK.
Semiotik analysiert
die Produktion und
Rezeption von
Zeichen-Prozessen.
ZEICHEN UND OBJEKT-BEZUG:
Ein Zeichen ist alles, das für etwas anderes steht, bzw. von jemanden so interpretiert werden kann. Wofür ein Zeichen stehen kann ist nicht beschränkt. Das mögen Dinge, Lebewesen oder Ideen sein; ebenso sind Eigenschaften, Relationen oder Abstrakta als Objekt-Bezug von Zeichen formulierbar.

ZEICHEN UND MITTEL-BEZUG:
Das Zeichen „ist” nicht seine Bedeutung (z.B. das Wort „Hund” ist selbst kein Hund!). Geschriebene Zeichen etwa in Form dieses Textes verweisen im Mittel-Bezug auf Papier, Druckfarbe, Licht sowie auf lateinische Buchstaben und die deutsche Sprache etc.

DER INTERPRETANTEN-BEZUG:
Nicht erst eine interpretierende Auslegung macht den Interpretanten zum Interpretanten. Jeder Zeichen-Prozess braucht „jemanden”, für den das Zeichen eine „Bedeutung” hat. Diese ist nicht identisch mit der „Bezeichnung”!

Beispielsweise „bezeichnet” das Wort „Hund” ein Exemplar der verbreiteten Säugetier-Art. Was „Hund” „bedeutet” ist jedoch subjekt-spezifisch: Ein kuscheliger Spielkamerad, ein bissiger Angstmacher oder mit Ingwer geröstet ein herzhafter Leckerbissen …

Das komplexe
Management von
Ressourcen der
Identität

STRUKTUR UND IDENTITÄT:
Identität setzt Beobachtung und ein Gedächtnis voraus. Sonst wäre ein Vergleich auf identische (invariante) Strukturen nicht möglich. Jede Beobachtung ist aber durch das verwendete Instrumentarium (Sensorium) limitiert. Es können nur bestimmte Ausschnitte in spezifischen Dimensionen (z.B. räumliche und zeitliche Auflösung) wahrgenommen werden. Jede Objekt-Beobachtung besitzt daher selektiven Charakter, woraus bei der Selbst-Beobachtung ernste Probleme folgen: u.a. der „Blinde Fleck” („Wir können nicht sehen, dass wir nicht sehen, was wir nicht sehen.” Heinz von Förster 1999).

KYBERNETIK 2. ORDNUNG:
Es ist unumgänglich, bei jeder Beobachtung mit zu beobachten, wer beobachtet: Nur so können die eigenen Interessen aufgedeckt werden, die jeder Beobachter notwendigerweise hat (Habermas, 1973).

Zudem ist der Beobachter von seinen physischen, kognitiven und auch psychologischen Strukturen stark geprägt. Jede Wahrheit ist demnach eine selektive Wahrheit im Sinne dessen, was überhaupt von einem System/Subjekt wahrgenommen werden kann. Das Sensorium determiniert somit die Erkenntnis, die „struktur-determiniert” ist (vgl. „Evolutionäre Erkennt-nistheorie” in Riedl 2000 oder Vollmer 1998).

Die drei Korrelate der Semiose und die drei Dimensionen
der Semiotik (Charles W. Morris, nach Nöth 2000).

1.
Anzeigen-
Gestaltung als
Zeichen-Prozess:
2.
Design-Kritik
als Zeichen-
Prozess:
3.
Vertriebs-Erfolgsanalyse
als Zeichen-
Prozess:
Jeder Zeichen-Prozess ist anschlussfähig, indem z.B. die Aussage hinterfragt wird auf Wahrheit oder Effizienz.
Eine konsequente Beobachtung muss die strukturelle und historische Bedingtheit aller Beteiligten mit beobachten (Beobachtung 2. Ordnung).
Apoplekt, Institut für angewandte Systemsemiotik und Kommunikaitons-Design