ArkadenCode
BASIS-DIFFERENZEN: WAS DIE WELT IM INNERSTEN ZUSAMMENHÄLT: WELCHE INFORMATIONEN GIBT ES?
Kann die Welt mit
nur drei Grund-
Unterscheidungen
beschrieben
werden?
TRANS-SYSTEMISCH:
„Form” („Medium / Form”) oder „Figur” („Figur / Grund”) kennt der Gestalter als Äquivalent von „System / Umwelt”. Intra-systemische Identität thematisiert z.B. Metamorphosen eines einzelnen Sys-tems in der Zeit oder Kontur-Ausdifferenzierungen. Inter-systemische Identität dagegen betrachtet die Beziehungen von Systemen untereinander (z.B. die Relationen von Teilen zum Ganzen). Trans-systemische Identität lässt nun die konkreten Objekte/Systeme zurück und fokussiert eine Konnotation des Systems.

TRANS-DIMENSIONAL:
Intra-dimensionale Identität besitzen Zeichen, die im Mittel-Bezug denselben Raum besetzen (z.B. 2-dimensionale Grafik in Differenz zu 3-dimensionalen Realobjekten). Inter-dimensionale Identitäten lassen sich z.B. aufeinander wie Schatten abbilden. Trans-dimensionale Identität verwendet notwendigerweise unterschiedliche Zeichenklassen.

TRANS-MODAL:
Intra-modale Identität verwendet genau einen Modus (z.B. Sehen), inter-modale Identität benötigt mindes-tens einen zusätzlichen (z.B. Sehen + Hören). Trans-modale Identität dagegen kommt z.B. völlig ohne den üblichen sensorischen Modus aus (z.B. Denken).

Wiederholtes,
iteratives
Prozessieren
erzeugt auch
komplexe
Organisationen.

ELEMENTE AM START:
Um eine beliebige Komplexität zu produzieren, wird intuitiv ein sehr spezieller Ausgangspunkt erwartet. Erstaunlicherweise ist dies überhaupt nicht der Fall!

Jeder Aspekt einer völlig beliebigen Entität kann den Beginn eines beliebig komplexen Gewebes von Bedeutung darstellen. Dies kann jeden Markt-Teilnehmer, deren Relationen untereinander sowie auch beliebige Aussagen über marktfremde Tatsachen betreffen.

ASSOZIATIONEN OHNE ENDE:
Nicht erst die Informations-Ästhetik (Frank & Franke 1997) hat gezeigt, dass die Syntax eine recht dominante Rolle der Semantik gegenüber spielt. Literarische Texte funktionieren hier ganz ähnlich wie die Musik.

In beiden Modi kann mit einem beliebigen Wort/Ton aus dem Wortschatz/Tonschatz (Code) begonnen werden. Systemtheoretisch interessant ist dann aber, dass die erste Entität (Wort/Ton) alle Freiheiten hat, die zweite dann aber schon in seiner Anschlussfähigkeit bedingt ist.

Denn es ist nicht einfach ein neues Element: Hier beginnen die Meta-Elemente (die Relationen) zu emergieren. Damit determiniert und limitiert sich Sinn rekursiv selbst, was aber unendlich weit führen kann.

Diese Tabelle illustriert die erstaunliche Vielfalt, die aus nur drei Basis-Differenzen entsteht. (Man stelle sich die mehrfachen, iterativen Verknüpfungen selber vor!)

Interpretations-Alternativen dieser Tabelle zeigen, dass die Anwendung der Basis-Differenzen auf Corporate Identity sehr produktiv ist.
Apoplekt, Institut für angewandte Systemsemiotik und Kommunikaitons-Design