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KYBERNETIKER ZWEITER ORDNUNG BEOBACHTEN, WAS EIN BEOBACHTER WAHRNIMMT (UND WAS NICHT).
Wirklichkeit als
Design-Problem
und deren
Dimensionen
SOZIALE SYSTEME:
Nach Luhmann (1984) sind Gesellschaften (wie auch Organisationen jeder Art) „Soziale Systeme”, die ausschließlich aus Kommunikationen bestehen. Diese Sozialen Systeme existieren nur, wenn (und nur so lange wie) Kommunikationen aneinander anschließen.

PSYCHISCHE SYSTEME:
Personen und deren Gedanken sind nicht Bestandteil von Sozialen Systemen, was viele Leser an diesem Ansatz irritiert. „Psychische Systeme” sind außerhalb von Sozialen Systemen (in deren Umwelt) anzusiedeln. Gedanken fungieren in Psychischen Systemen etwa analog zu den Kommunikationen in Sozialen Systemen. Es zeigt sich, das Gedanken und Kommunikationen tatsächlich nur „lose gekoppelt” sind: Man kann etwas denken und etwas ganz anderes sagen. Und auch die Gedanken des Gesprächspartners bleiben im Dunkeln.

BIOLOGISCHE SYSTEME:
„Biologische Systeme” bezeichnen den lebenden Körper in der Luhmann’schen Systemtheorie (die jedoch auch auf der Biologie aufbaut: vgl. Maturana und Varela 1987). In einer psychosomatischen Interpretation kann der Körper als eine Art Interface zwischen psychischen und sozialen Aspekten aufgefasst werden.

Es ist egal, ob
Multi-Agenten-
Systeme aus
Menschen oder
aus Maschinen
bestehen

MONOLOG:
Was in Kapitel 1 als „intra-disziplinäre Intervention” vorgestellt wurde, kann recht treffend auch als „Monolog” bezeichnet werden. Die Intervention (das Design, die Kommunikation, etc.) wird nicht vom Empfänger moduliert, da kein Feedback vorgesehen ist.

DIALOG:
Hier modulieren sich die beiden Kommunikatoren gegenseitig. Eben dies ist von einem externen Beobachter wahrnehmbar, selbst wenn den beiden Kommunikatoren dies nicht immer bewusst ist.

METALOG:
Auch der Beobachter eines Dialoges bleibt von seinem Beobachten nicht unbeeinflusst! Um diesen Effekt beobachten zu können, brauchen wir einen weiteren Beobachter, der einen anderen Dialog beobachtet. Denn jede Beobachtung ist stets eine Differenz.

Konkret könnte dies z.B. so aussehen: Ein Medien-Wissenschaftler (also System_7, das im Schema nicht dargestellt ist) untersucht den Diskurs (Metalog), der unter Managern von Medien-Unternehmen (System_3, System_6) geführt wird, der von den unterschiedlichen Dialog-Formen in verschiedenen Medien handelt (System_1/2, System_4/5). Dies könnte etwa Dialog-Differenzen bei Zeitungen und Radios betreffen.

Jede trans-systemische Corporate Identity muss sich hierarchischer Element-Klassen bewusst sein, aus denen die Körperschaft besteht.

Moderne Gesellschaften neigen nach Niklas Luhmann (1984) zu „Funktionaler Differenzierung” (kommunikativ autonome Sub-Systeme, welche sich dann wieder in Abteilungen etc. gliedern).
Die einfachste Form von Monolog stellt nicht-reflexives Denken dar.
Vom Monolog des nicht-reflexiven Denkens unterscheidet sich nicht-reflexives Sprechen durch die Zurechnung zum Sozial-System.
Typisch emergente Phänomene benötigen mindestens drei Elemente: Zwei emergieren zu einer Superisation, ein drittes beobachtet dies.
Erst aus mindestens zwei verschiedenen, emergierten Superisationen (die jeweils beobachtet werden), emergiert ein Metalog (der z.B. für ein System 7 beobachtbar ist).
Apoplekt, Institut für angewandte Systemsemiotik und Kommunikaitons-Design