ArkadenCode
TRANS-DISZIPLINÄRES DESIGN LÖST SICH VON ALLEN DENK-KONVENTIONEN.
Warum wir unseren „Blinden Fleck” nicht sehen können?
URSACHE UND WIRKUNG:
Wahrnehmung ist immer nur ein Ausschnitt von Realität, auch wenn der Beobachter das gerne vergisst. Und weil nicht Alles simultan wahrgenommen werden kann (aufgrund der bei jedem Beobachter-System endlichen Aufnahme- und Verarbeitungs-Kapazität), wird eben seriell wahrgenommen.

Aus der eher zufälligen Reihenfolge der Wahrnehmung wird regelmäßig eine narrative Identität konstruiert. Die daraus abgeleitete Kausalität ist jedoch nur innerhalb dieses situativen Konzeptes gültig! (Relativistische Paradigmen sehen ganz anders aus.)

Interessant ist, wie stark der Mensch doch an seiner biologischen, struktur-determinierten Sichtweise hängt, selbst wenn diese rational eindeutig widerlegt ist: Einen Körper zu haben, prägt halt doch enorm!

PROBLEM UND LÖSUNG:
Beim inter-disziplinären Design gingen wir noch davon aus, wie sich ein Problem optimal lösen lässt. Die Sicht des trans-disziplinären Design ist eine andere: „Ist vielleicht die Lösung das Problem?”

Vergleichbar ist die Super-Supervision: Therapie ist eine Form von Supervision eines Klienten. Was ist aber, wenn der Therapeut z.B. Angst hat, nicht mehr gebraucht zu werden – und Supervision braucht?

Konsequente Reflexion ist in
der Währung „Handlungs-
Fähigkeit”
zu bezahlen.

DOGMA UND DESIGN:
Um überhaupt handlungsfähig zu bleiben, muss jeder Akteur Komplexität reduzieren und von vereinfachenden Annahmen ausgehen: z.B. dürfen Mütter nicht endlos darüber nachdenken (Tabu!), ob nicht vielleicht das Kind die Mutter stärker verändert (designt) als die Mutter das Kind durch Erziehung formt (designt).

Ausschnitte von Realität sind endlich (wie die Kapazität des Beobachters) und können quasi-linear betrachtet werden. Je nach Beobachter-Struktur ist die rezeptive und kognitive Kapazität verschieden groß. Alle Wirklichkeits-Ausschnitte sind analytisch und synthetisch reflektierbar: Sowohl Ursachen als auch Wirkungen und Seiten-Effekte könnten nicht ins Unendliche gedacht werden (Nebenwirkungen von Nebenwirkungen).

OPTIMIERUNG UND EFFIZIENZ:
Solange also primär Menschen Design für Menschen machen (was genauso auch für ökonomische Interventionen und Therapie gilt), müssen wir uns mit der endlichen Kapazität wohl abfinden.

Operatives Design ist nur möglich, wenn an einem definierten Punkt von endlicher Genauigkeit die Analyse beendet wird und synthetisches Handeln beginnt. Auch wenn Risiken aus Ungenauigkeiten bleiben – bis hin zum „Schmetterlings-Effekt” ...

Die Informations-Richtung (und damit die Kausalität) ist niemals eindeutig (außer in den Wünschen der Beobachter mit limitierter Kapazität).

Strukturelle und historische Aspekte prägen und limitieren jeden Akteur zusätzlich: Die Folge ist ein multi-dimensionaler, zirkulärer Gestaltungsraum.
Apoplekt, Institut für angewandte Systemsemiotik und Kommunikations-Design