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INTER-DISZIPLINÄRES DESIGN STELLT SICH DEM OBJEKTIVEN DIALOG: DESIGN ALS INTERFACE!
Design als ein universelles Interface für Übersetzungen
ERKENNTNIS UND INTERESSE:
Jede Abteilung eines Unternehmens (im Schema horizontal) hat andere relevante Faktoren, an denen sich zu orientieren ist. Und der Endverbraucher teilt alle diese Ansichten nicht, weil er ganz eigene Interessen verfolgt: Ihm ist der Unternehmens-Gewinn völlig egal – und auch, ob das Anzeigen-Design der „Bauhaus-Tradition” folgt!

Aus den jeweiligen Leit-Interessen jedes Markt-Teilnehmers (im Schema vertikal) ergibt sich eine spezifische Perspektive. Darum verstehen sich z.B. Marketing und Controlling oft nicht besonders gut: Es sind jeweils eigene Kulturen, zwischen denen es nicht zu „vermitteln”, sondern zu „übersetzen” gilt!

KOMMUNIKATION & IDENTITÄT:
Ein ganz eigenes Problem zeigt sich, wenn versucht wird, eine Perspektive für Alle anderen verbindlich zu erklären: Gegen solchen „Kultur-Imperialismus” formen sich auch in Unternehmen enorme Widerstände.

Was aus eigener Sicht der Haupt-Effekt und was ein Neben-Effekt ist, kann sich für einen Anderen genau umgekehrt darstellen. Beispielsweise sind die Spar-Maßnahmen der Finanz-Abteilung für die Personal-Abteilung etwas ganz Anderes.

Was kann durch den Design-Prozess alles in Frage gestellt werden?

LERNEN UND VERGESSEN:
Design besteht darin, Dinge oder Prozesse zu gestalten – also zu verändern. Sowohl Lernen als auch Vergessen sind ebenfalls Vorgänge, die Dinge oder Prozesse verändern. Wann sind Veränderungen durch Design mit Verbessern (bzw. Lernen) und wann mit Verschlechtern (bzw. Vergessen) zu identifizieren?

Dem „Lernen des Lernens” entspricht eine Design-Strategie, die sich selbst ständig und systematisch kontrolliert (durch den „Beobachter 2. Ordnung” reflektiert). Die oft unterschätzte Design-Technik heißt „Zuhören”, die multi-modal interpretiert sein darf.

INTERFACE UND DESIGN:
In der Konsequenz ist beim inter-disziplinären Design nicht mehr eindeutig, ob es sich um einen „Top-down-Prozess” oder einen „Bottom-up-Prozess” handelt. Spannend ist endlich die Frage, was konstant (also „invariant”) bleibt, wenn sich in der Konsequenz (durch all die Rückkopplungen) alles gegenseitig gestaltet?

Das richtige Portfolio für diesen Design-Auftrag? Der richtige Designer für diesen Kunden? Der richtige Designer für diesen Auftrag? Die richtige Werbung für dieses Produkt? Der richtige Designer für dieses Medium? Das richtige Produkt für dieses Bedürfnis? Das richtige Produkt für diese Zielgruppe? (etc. …)

Jeder einzelne Übergang kann als Schnittstelle bzw. Interface begriffen und kommunikativ gestaltet werden.

Um optimal verstanden werden zu können, muss der Sender möglichst viel über den Empfänger der Botschaft wissen und Rückmeldungen erhalten.

Verstehen erfolgt nicht in einem einzigen Schritt: Jedes Interface kann zusätzlich horizontal analysiert und dort schichtweise optimiert werden!
Apoplekt, Institut für angewandte Systemsemiotik und Kommunikations-Design